Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e.V.
Kinder trauern anders – wir schaffen Raum dafür
Für Kinder und Jugendliche gibt es oft keinen Platz, ihre Art der Trauer auszudrücken. Bei uns erhalten sie ihn.
Wir bieten Kindern und Jugendlichen, die um einen verstorbenen Menschen trauern, einen geschützten Raum für ihren individuellen Trauerweg an. Auf dem Weg begleiten Pädagogen, Psychologen und geschulte Freiwillige die Kinder und Jugendlichen.
Kinder und Jugendliche trauern anders als Erwachsene. Sie springen in ihre Trauer hinein und heraus. Sie drücken ihre Trauer nicht immer in Worten und durch Weinen aus, sondern ihre Trauerarbeit besteht oft aus Spielen, Malen oder Toben.
Unsere Arbeit wird allein durch Spenden getragen. Aus diesen decken wir unsere Ausgaben für Fachpersonal, Miete und Material.
Anschrift Geschäftsstelle:
Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e.V.
Doventorscontrescarpe 172 D
28195 Bremen
Tel: 0421 - 343 668
Fax: 0421 - 30 39 334
Gruppenräume Oldenburg
Lukas-Haus
Helmsweg 21
26135 Oldenburg
Website: www.trauernde-kinder.de
Rechte für trauernde Kinder und Jugendliche
Ein trauerndes Kind hat das Recht...
* ...die Wahrheit über den Tod, die verstorbene Person und die Todesumstände zu erfahren
* ...Fragen ehrlich beantwortet zu bekommen
* ...mit Respekt behandelt und Ernst genommen zu werden
...nichts zu sagen, wenn es nicht will und seine Gefühle und Gedanken auch für sich zu behalten, wenn es möchte
* ...auch eigene andere, von denen der Erwachsenen abweichende, Vorstellungen und Erklärungen für den Tod zu haben
* ...die Person, die gestorben ist und den Ort, an dem sie gestorben ist, noch einmal zu sehen
* ...überall dann und dort zu trauern, wann und wo es möchte, wenn es sich und andere dabei nicht verletzt
* ...in seiner Trauer alle eigenen individuellen Gefühle und Gedanken zu haben
* ...nicht den "Phasen der Trauer" folgen zu müssen, wie sie in manchen Ratgebern vorgegeben werden
* ...in seiner/ihrer ganz individuellen und eigenen Art zu trauern, ohne dafür bewertet oder verurteilt zu werden
* ...wütend über den Tod, auf die Person, die gestorben ist, auf Gott, sich selbst oder andere zu sein
* ...Menschen, die unsensibel gegenüber ihren Gefühlen sind, auch einmal zu verärgern oder vor den Kopf zu stoßen
* ...ihre eigenen religiösen oder philosophischen Erklärungsmuster und Vorstellungen über den Tod zu entwickeln und zu haben, auch wenn diese von denen anderer abweichen.
* ...in Entscheidungen über Rituale im Zusammenhang mit der verstorbenen Person und mit dem Tod einbezogen zu werden.
* ...nicht ausgenützt zu werden in der von Schmerz und Verletzlichkeit geprägten Situation
* ...Schuldgefühle darüber zu empfinden, dass man den Tod durch etwas hätte verhindern können, selbst, wenn diese unbegründet und irrational sind

