Kinderpatenschaften
Was sind Kinderpatenschaften?
Kinderpatenschaften sind eine moderne und persönliche Form von Entwicklungshilfe bzw. Spenden. Oft ist es so, dass man zwar für viele Dinge Spenden kann, aber kaum eine Kontrolle darüber hat, wohin die Gelder nun wirklich im Einzelnen gegangen sind.
Mit einer Kinderpatenschaft unterstützt man ein Kind und dessen Familie. Je nach Organisation wird außerdem ein Projektgebiet unterstützt und damit z.B. der Bau neuer Schulen oder Kindergärten, sowie die Renovierung vorhandener Schulen und Kindergärten. Ebenfalls je nach Organisation kommt auch die Finanzierung von Ärztezentren oder von landwirtschaftlichen Dingen dazu. In der Landwirtschaft kann das die Nutzung neuer Techniken zum steigern des Ertrages sein.
Was ist das besondere an einer Kinderpatenschaft?
Man spendet nicht länger anonym, sondern man hält Kontakt zur Familie / zum Kind durch Briefverkehr. Einmal im Jahr kommt zusätzlich ein so genannter Fortschrittsbericht, in welchem ein aktuelles Foto des Kindes zu sehen ist, sowie schulische und gesundheitliche Dinge berichtet werden. Auch aktuelle Infos / Erfolgsmeldungen zum Projektgebiet sind je nach Organisation vorhanden.
Wem der Briefkontakt alleine nicht genügt und die Familie gerne persönlich kennen lernen möchte, der kann in Rahmen eines Urlaubs die Familie besuchen. Dabei steht bei jeder Organisation ein Begleiter zur Verfügung, der bei der Übersetzung hilft und zugleich auch eine Aufsichtsperson darstellt, denn Kinderschutz ist oberstes Gebot. Durch so eine Patenschaft kann eine lebenslange Freundschaft entstehen und hat außerdem eine Brücke zur anderen Kultur geschlagen.
Was kostet eine Kinderpatenschaft?
Das ist davon abhängig, was die Organisation alles bietet. So gibt es kleine Organisationen, die oft in einem bestimmten Land in einer bestimmten Region operien, die finanzieren von dem Geld Kindergarten, bzw. Schulbesuche und die entsprechende Ausstattung dazu. Hier kommt ein monatlicher Beitrag von 5 - 10 Euro zu Stande zzgl. einem freiwilligen geringen Zusatzbeitrag z.B. für eine Krankenversicherung. Andere Organisationen, die auch professionelle medizinische Versorgung stellen und landwirtschaftliche Projekte unterstützen, benötigen einen Monatsbeitrag von 25 – 30 Euro. Das sind jedoch meist große Organisationen, die weltweit operieren.
Wie lange dauert eine Kinderpatenschaft?
So lange wie man selber möchte, spätestens jedoch mit der Volljährigkeit des Patenkindes. Sie endet jedoch manchmal vorzeitig durch besondere Ereignisse, wie deutliche Verbesserung der Lebenssituation durch Mehreinnahmen, Wegzug aus dem Projektgebiet oder Heirat.
Ist eine Kinderpatenschaft ähnlich wie eine Adoption?
Auf gar keinen Fall! Man spendet freiwillig, solange man will und kann jederzeit die Patenschaft beenden. Jedoch sei angemerkt, dass diese Patenkinder Menschen sind und somit nicht wie Ware einfach „abbestellt“ gehören, wenn man plötzlich sein Interesse mehr hat. Man übernimmt ein Stück weit Verantwortung für einen kleinen Menschen, da Dinge wie Kindergarten- oder Schulbesuch nur solange gesichert sind, wie die Patenschaft läuft. Man hält somit die Zukunft dieser Kinder in seinen Händen und sollte daher unbedingt vorher überlegen, ob man bereit ist, über einen Zeitraum von meist mehreren Jahren ein Kind zu unterstützen. Andernfalls sind einmalige Projektspenden sicher die bessere Variante.
Welche Organisationen gibt es?
Eine große Anzahl. Zu groß, um sie alle nennen zu können. Ich möchte daher nur mal vier Organisationen nennen, bei denen ich eine Patenschaft laufen habe, bzw. dessen Porjektleiter ich sehr gut kenne. Alle meine Patenkinder habe ich besuchen können und konnte somit selber mit eigenen Augen sehen, was die jeweiligen Organisationen mit dem Geld machen. Keine dieser Organisationen hat mich dabei enttäuscht und genießen daher mein vollstes Vertrauen.
Wer im kleinen Rahmen spenden möchte und einem Kind in Vietnam eine schulische Ausbildung sichern will, dem sei die Menschenhilfe Vietnam empfohlen. Für 7 Euro ist der Besuch des Kindergartens und später der Schule gesichert. Durch Zusatzspenden kann z.B. auch der Besuch eines Englischkurses ermöglicht werden (jedoch noch nicht in allen Provinzen, die dort unterstützt werden). Wer Kindern in Nordthailand helfen möchte, die vor Krieg, Drogen und Ausbeutung geflüchtet sind, dem sei das Projekt Patenkids - Hope for Life empfohlen. Der Beitrag pro Monat dort beträgt 10 Euro und bietet den Kindern eine Unterkunft, eine Schulbildung und somit eine Chance auf Zukunft, die sie sonst nicht hätten. Möglichlich sind auch Sonderspenden, z.B. für Kinder in Vietnam ein Fahrrad für das einfachere erreichen ihrer Schule oder aber ein Schwein oder Hühner zur Zucht von Tieren.
Wer mehr Geld zur Verfügung hat kann z.B. für 25 Euro eine Patenschaft bei PLAN übernehmen, oder für 30 Euro bei World Vision. Beide Organisationen bieten neben der Schulbildung auch medizinische Versorgung, landwirtschaftliche Projekte usw. an. World Vision bietet außerdem die Möglichkeit von Sonderspenden, ähnlich den oben genannten Beispielen.
Alle oben genannten Organisationen bieten eine Webseite für weitere Informationen an und freuen sich auch über einen Anruf von Interessenten. Meist ist der direkte telefonische Weg besser, als reine Email-Kommunikation. Das ist zumindest meine Erfahrung bei allen Organisationen.
Übrigens freut man sich über Patenkindbesuche dort sehr, denn sie sind der überzeugenste Beweis für den Spender, dass seine Gelder auch dorthin fließen, wo sie benötigt werden.
Mehr über Patenschaften – darunter auch meine Besuche bei meinen Patenkindern – findet ihr unter meiner Webseite Saschas Patenkids. Diese Webseite wird jedoch aus Zeitgründen derzeit nicht aktualisiert.
LG
Sascha

